Aquamarin

 
Klasse: Beryll Gruppe
Härte: 7,5 - 8
Dichte: 2,68-2,74
Spaltbarkeit: undeutlich
Bruch: muschlig
Farbe: blassblau bis dunkelblau, blaugrün
Glanz: Glasglanz
Fluoreszenz: keine
Merkmale
Aquamarin ist wie Smaragd, Heliodor und Morganit eine Beryll-Varietät, der ein sehr begehrter Schmuckstein ist. Für Schmuckzwecke werden meistens nur perfekte, klare Steine verwendet. In der Natur kommt der Aquamarin meistens in blassen Blautönen oder in grüner Farbe vor. Der klar blaue Aquamarin findet man hingegen sehr selten, darum werden die Aquamarine oft auf ca. 400°C erhitzt um dadurch eine farbliche Verschönerung der Steine hervorzurufen.
Nach Plinius spiegelt der Aquamarin das Blau des klaren Meeres wieder.
Der Aquamarin war bereits den Römern und Griechen ca. 300 v.Ch. bekannt und fand damals vor allem für Gravuren Verwendung. Gegenstand solcher Gravuren waren meistens Marine Themen, die dem Träger des Edelsteins bei Seereisen Schutz bringen sollte. Der Aquamarin war damals auch ein Glücksbringer für Verlobte und Ehepaare, und er war ein Symbol für Hoffnung und Glück. Auch soll der Aquamarin als Heilstein für Epilepsie, Leberleiden und Zahnschmerzen eingesetzt worden sein.
Santa Maria
Qualitätsbezeichnung für besonders feine Aquamarine. Name nach der gleichnamigen Mine in Brasilien.
Santa-Maria-Africana
Qualitätsbezeichnung für feine Aquamarine aus Mozambique, seit 1991 auf dem Markt. Name in Anlehnung an die »Santa Maria«-Qualität von Brasilien.

Maxix-Aquamarin         

Tiefblauer Aquamarin. Farbe bleicht im Tageslicht aus. Ursprünglich (seit 1917) nur von der Maxix-Mine in Minas Gerais/Brasilien. Seit den siebziger Jahren wiederholt angeboten, aber offensichtlich durch Bestrahlung verschönt. Farbe nicht beständig
Vorkommen: Brasilien, Madagaskar, Südafrika, Afghanistan, Birma, Sri Lanka, Indien, Australien, Kenia
Verwechslungsmöglichkeit mit: synth. Spinell, Topas, Zirkon, Turmalin, Kyanit, Euklas
QUELLE: Software "Diamond - Die Gemmologische Datenbank"
http://www.deutsch.ch/diamond