Granat

 
Klasse: Granat-Gruppe
Härte: 6,5 - 7,5
Dichte: 3,62 - 4,18
Spaltbarkeit: undeutlich bis keine
Bruch: muschlig, splittrig, spröd
Farbe: rot, mit Stich ins bräunliche/ bläuliche, orange
Glanz: Glasglanz
Fluoreszenz: meist keine
Merkmale und Herkunft
Gruppe verschiedenfarbiger Edelsteine mit ähnlicher Kristallstruktur. Hauptvertreter sind Pyrop, Almandin und Spessartin (Pyralspit-Reihe), Grossular, Andradit und Uwarowit (Ugrandit-Reihe).
Pyrop
Farbe: rot-braun
Pyrop ist eine rote Granat Varietät, dessen Name vom griechischen Wort "pyr" abstammt was soviel wie Feuer oder Feurig bedeutet. Diese Anspielung wurde aufgrund seiner z. T. sehr intensiven roten Farbe gemacht.
In der Antike wurde der Pyrop wie auch alle anderen roten Steine Karfunkelstein genannt. Karfunkel kommt vom lateinischen und heisst übersetzt brennender Kohlenstoff.
Durch die Entdeckung der Lagerstätte auf der Halbinsel Sinai wurde dieses edle Mineral ca. 2000 v. Chr. in Ägypten bekannt. Durch die Römer kam schlussendlich der Pyrop auch nach Europa wo dieser vor allem in der Schmuckindustrie sehr begehrt war.
Früher wurde dieses Mineral vor allem für Gravurarbeiten verwendet.
Fälschlicherweise wird vor allem der Südafrikanische Pyrop auch Kaprubin genannt. Kaprubin ist in der Gemmologie eine nicht zulässige Bezeichnung.
Vorkommen: USA, Brasilien, Tansania, Südafrika, Madagaskar, Russland, Sri Lanka, Indien
Verwechslungsmöglichkeit mit:  Almandin (s. unten), Rubin, Spinell, Turmalin, Nachahmungen mit rotem Glas.
Rhodolith
Farbe: rosa-rot
 
Vorkommen: USA
Almandin
Farbe: rot-violett, rot-orange, rot-braun
Almandin gehört zu der Gruppe der Granate, dieser war so ziemlich der Erste der schon den Menschen im Altertum bekannt war.
Es konnte festgestellt werden, das die antiken Ägypter den Almandin um ca. 2000 v.Chr. schon verwendet haben. Der Almandin verdankt seinen Namen Plinius dem Älteren, der ihn unter dem Namen Carbunculus albandicus zu den Karfunkelsteinen (nach der Legende sind dies rote Steine die auch in der Nacht zu sehen sind) zählte. Plinius nahm auf die in Kleinasien (heutiges Türkei) liegende Stadt Alabunda bezug. Diese Stadt war damals für die Bearbeitung von Almandin ein wichtiges Zentrum. Früher wurde dieser Stein auch "Stein des Feuers" genannt.
Vorkommen: Brasilien, Indien, Madagaskar, Österreich, Pakistan, Sri Lanka, USA.
Verwechslungsmöglichkeit mit Pyrop (s. oben), Rubin, Spinell, Turmalin

Spessartin
Farbe: orange bis rotbraun
Vorkommen: USA, Brasilien, Sri Lanka, Birma, Madagaskar, Schweden, Italien, Deutschland
Verwechslungsmöglichkeit mit Hessonit, Umbalit, Turmalin, Topas, Citrin, Korund, Zirkon.
QUELLE: Software "Diamond - Die Gemmologische Datenbank"
http://www.deutsch.ch/diamond