Rubin

 

Klasse: Korund-Gruppe
Härte: 9
Dichte: 3,97 - 4,03
Spaltbarkeit: keine
Bruch: kleinmuschlig, splittrig, spröd
Farbe: rot in verschiedenen Tönungen
Glanz: Glasglanz, ungeschliffen: stumpf, fettig
Fluoreszenz: stark: karminrot
Herkunft und Merkmale
Der Name des Rubins leitet sich vom lateinischen Wort "rubus" ab, was übersetzt rot bedeutet. Rubin ist eine hell- bis purpurrote Korund-Varietät. Im Handel spricht man von der perfekten Rubinfarbe Taubenblutrot.
Erst im späten Mittelalter konnte sich der Name Rubin durchsetzen. Vorher wurde dieses edle Mineral Karfunkelstein genannt, da sein rotes Funkeln an glühende Kohlen erinnerte.
Früher glaubte man, dass der Rubin Wunden heilen könne. Deshalb trug man ihn immer auf sich, im Falle das man sich verletzen würde.
Heute ist dieses Mineral sehr wertvoll und wird deswegen leider auch häufig imitiert. Einsatz findet der Rubin vor allem in der Schmuckindustrie. In den Anfängen der Laser-Technologie wurde dieses Mineral sehr häufig gebraucht. Aus Kostengründen werden heute für diesen Zweck nur noch synthetische Rubine verwendet.
Einschlüsse sind häufig. Sie bedeuten keine Qualitätsminderung, sondern sind geradezu der Echtheitsnachweis für Naturrubine gegenüber den ähnlich aussehenden synthetischen Steinen. Die Art der Einschlüsse (Fremdmineralien, Spannungsrisse, Wachstumsstrukturen, Kanäle oder andere Hohlräume) gibt manchmal Hinweis auf die Lagerstätten. Rutilnadeln bewirken entweder einen zarten Schimmer (Seide genannt) oder, bei entsprechendem Cabochonschliff, Katzenaugeneffekt wie auch den sehr geschätzten Asterismus mit einem sechsstrahligen Stern, der beim Bewegen des Steins über die Oberfläche gleitet.
 
Berühmte Rubine
Der größte schleifwürdige Rubin wog 400 ct, er wurde in Myanmar gefunden und in drei Teile zerlegt. Berühmte Steine von auserlesener Schönheit sind der Edward-Rubin (167 ct) im British Museum of Natural History/London, der Reeves-Sternrubin (138,7 ct) im Smithsonian Institution/Washington, der De-Long-Sternrubin (100 ct) im American Museum of Natural History/New York und der Friedens­Rubin (Peace Ruby, 43 ct).
Vorkommen. Birma, Sri Lanka, Thailand, USA, Kambotscha, Tansania, Australien, Brasilein, Madagaskar, Afghanistan
Verwechslungsmöglichkeit mit:  Spinell, Almandin, Turmalin, Zirkon, Topas, synth. Rubin
QUELLE: Software "Diamond - Die Gemmologische Datenbank"
http://www.deutsch.ch/diamond