Saphir

 

Klasse: Korund-Gruppe
Härte: 9
Dichte: 3,95 - 4,03
Spaltbarkeit: keine
Bruch: kleinmuschlig, splittrig, uneben
Farbe: blau in verschiedenen Tönungen, farblos, rosa, orange, gelb, grün, violett, schwarz
Glanz: Glasglanz,
Fluoreszenz: blaue Steine: keine
Herkunft und Merkmale
Der Saphir ist eine Korund-Varietät die seinen Namen vom griechischen Wort "sappheiros" hat, was soviel wie blauer Stein bedeutet. Im Mittelalter gaben ihm die Römer auch den Namen "hyacinthus" da seine Farbe sehr an diese des Hyazinthen heranreicht. Auch stellte man den Lapislazuli bis zum Ende des Mittelalters dem Saphir gleich.
Die Farbe dieses Minerals kommt in der Natur in jeder Farbe vor, wobei der transparente kornblumenblaue Saphir der Wertvollste unter ihnen ist.
In der Antike galt der Saphir als Symbol der Lebensfreude, der Hoffnung, des Vertrauens und der göttlichen Gerechtigkeit.
Im American Museum of Natural History in New York können heute sehr grosse Saphire bis zu 500 ct bewundert werden.
Heute versteht man unter Saphir alle nicht roten Korunde mit Edelsteinqualität. Rote Varietäten heißen Rubin. Die verschiedenen Farben des Saphirs werden jetzt durch ein qualifizierendes Wort gekennzeichnet, z. B. grüner Saphir oder gelber Saphir. Der Name Saphir ohne Zusatz meint immer nur den blauen Saphir. Farbloser Saphir heißt Leukosaphir (gr. »weiß«), gelboranger bis orangegelber Saphir Padparadscha (singhalesisch »Lotosblüte«).
Berühmte Saphire
Grosse Saphire sind Raritäten. Sie werden teilweise mit eigenen Namen belegt wie berühmte Diamanten. Das American Museum of Natural History/New York besitzt den »Stern von Indien«, (536 ct), außerdem den »Mitternacht­Stern«, einen schwarzen Sternsaphir (116 cr). Der »Stern von Asien«, ein Sternsaphir von 330 Karat, wurde vom Smithsonian Institution/Washington erworben. Zwei berühmte Saphire, der »St.-Edward's« und der »Stuart­Saphir«, befinden sich im englischen Kronschatz.
Vorkommen: Sri Lanka, Birma, Thailand, Indien, Kambodscha, Brasilien, Kenia, Tansania, Nigeria, Simbabwe
Verwechslungsmöglichkeit mit: Topas, Tansanit, Turmalin, Zirkon, Cordierit, Kyanit, Benitoit, Glas, synth. Korund, häufig Doubletten
QUELLE: Software "Diamond - Die Gemmologische Datenbank"
http://www.deutsch.ch/diamond