Spinell

 

Klasse: Spinell-Gruppe
Härte: 8
Dichte: 3,54 - 3,90
Spaltbarkeit: undeutlich
Bruch: muschlig, uneben
Farbe: rot, gelb, braun, blau, grün, schwarz
Glanz: Glasglanz
Fluoreszenz: roter Spinell: stark, blauer Spinell: schwach
Herkunft und Merkmale

Woher der Name des Spinells kommt, kann leider nicht genau zurückverfolgt werden. Es könnte sein, das dieser vom lateinischen Wort "spinella" her kommt, was Spitz oder Dorn bedeutet. Dies könnte evtl. eine Anspielung auf die spitzigen Kristallformen sein.
Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde der Spinell als Eigenständig erkannt. Vorher wurde dieser zu den Rubinen gezählt.
Heute weiss man das der angebliche, ca. 5 cm lange, ovale Rubin mit Namen "Black Prince's Ruby" in der englischen Krone nur ein Spinell ist. Es gibt noch einige andere Schmuckstücke in denen nicht, wie früher geglaubt, ein Rubin, sondern ein Spinell eingefasst ist.
Immer häufiger sind auf dem Markt synthetische Spinelle anzutreffen die sich selbst oder immer häufiger andere Edelsteine nachahmen.

In der Mineralogie versteht man unter Spinell eine ganze Gruppe ähnlicher Mineralien. Nur wenige davon besitzen Edelsteinqualität.
Rubicell
Alter Name für gelbliche, orange oder bräunliche Varietät.
Balas-Spinell
(Fälschlich Balas-Rubin genannt) Blassrote Varietät.
Pleonast
(Synonym: Ceylanit oder Ceylonit) Eisenhaltiger, dunkelgrüner bis schwärzlicher, undurchsichtiger Spinell. Dichte 3,63-3,90.
Hercynit
Eisenhaltiger, dunkelgrüner bis schwarzer Spinell. Dichte 3,95. Lichtbrechung 1,80-1,83. Glasglanz.
Gahnit
(Synonym: Zinkspinell) Blauer, violetter oder dunkelgrüner bis schwärzlicher Spinell. Dichte 4,00-4,62.
Gahnospinell
Zinkhaltiger, blauer bis dunkelblauer Spinell. Dichte 3,58-4,06. Lichtbrechung 1,712. Glasglanz.
Picotit
(Synonym: Chromspinell) Bräunlicher, dunkelgrüner oder schwärzli­cher Spinell. Dichte 4,42. Glasglanz.
Einige bekannte, früher als Rubin angesprochene Edelsteine sind tatsächlich Spinelle, z. B. der »Black Prince's Ruby« in der englischen Krone, wie auch der 361 ct schwere »Timur Ruby« in einer Halskette der englischen Kronjuwelen. Auch die tropfenförmigen Spinelle in der Wittelsbacher Krone von 1830 galten ursprünglich als Rubine.
 
Die beiden größten Spinelle (abgerollt bzw. als Oktaeder ausgebildet) wiegen je 520 ct. Sie befinden sich im Britischen Museum in London. Der Diamantenfond in Moskau besitzt einen Spinell von über 400 ct.
Vorkommen: Birma, Sri Lanka, Thailand, USA, Russland, Afghanistan, Brasilien, Südafrika, Schweden, Deutschland
Verwechslungsmöglichkeit mit:Granat, Rubin, Saphir, Amethyst, Topas, Chrysoberyll, synth. Spinell
QUELLE: Software "Diamond - Die Gemmologische Datenbank"
http://www.deutsch.ch/diamond