Turmalin

       

Klasse: Turmalin-Gruppe
Härte: 7,0 - 7,5
Dichte: 2,82 - 3,32
Spaltbarkeit: undeutlich
Bruch: kleinmuschlig, spröd, uneben
Farbe: farblos, rosa, rot, gelb, braun, grün, blau, violett, schwarz, mehrfarbig
Glanz: Glasglanz,
Fluoreszenz: schwach oder keine
Herkunft und Merkmale
Der Name des Turmalins wurde anfang des 18. Jahrhunderts für den Zirkon und andere Edelsteine verwendet. Die Bezeichnung Turmalin kommt vom singhalesischen Wort "turamali", was Edelstein bedeutet.
Durch Druck und Wärmeschwankung lädt sich dieses Mineral elektrisch auf. Diese Eigenschaft wird Pyro- und Piezoelektrizität genannt bei der sich kleine und leichte Objekte wie z.B. Papierschnitzel anziehen lassen.
Früher wurde der Turmalin das erste Mal von den Holländern aus Sri Lanka importiert. Diese wussten von der Eigenschaft der Pyroelektrizität und nutzten diese um die Asche aus Ihren Pfeifen zu ziehen. Damals wurde darum dieses Mineral auch "Aschentrekker" genannt, was einfach Aschenzieher bedeutet.
Nach der Farbe werden im Handel folgende Varietäten unterschieden:
Achroit (gr. »ohne Farbe»)
Farblos oder fast farblos, recht selten.
Rubellit (lat. »rötlich«)
Rosa bis rot, gelegentlich mit einem Stich ins Violette. Am wertvollsten ist Rubinfarbe.
Dravit (»Drave« in Kärnten)
Gelbbraun bis dunkelbraun.
Verdelith (ital.-gr. »grüner Stein«)
Grün in allen Nuancen.
Indigolith (nach Farbe)
Blau in allen Tönungen.
Siberit (nach Vorkommen im Ural)
Lilarot bis violettblau; teilweise auch als Synonym für Rubellit verwendet.
Schörl
Schwarz, sehr verbreitet; für Trauerschmuck verwendet. Name geht auf alten Bergmannsausdruck zurück.
In jüngerer Zeit treten anstelle von Varietätennamen immer häufiger Farbangaben zum Wort Turmalin, z. B. gelber Turmalin, rosa Turmalin.
Die mineralogische Wissenschaft unterscheidet Turmaline nach der chemischen Zusammensetzung.
Turmalin-Katzenaugen gibt es in verschiedenen Farben. Aber nur bei den grünen und rosa Varietäten ist der Lichtstreifen scharf. Ursache sind fasrige Einschlüsse fremder Kristalle oder dünne Hohlkanäle. Einige Turmaline zeigen bei künstlichem Licht geringen Farbwechsel. Auf Kristallflächen Glasglanz, auf Bruchflächen Fettglanz.
Vorkommen: USA, Brasilien, Madagaskar, Italien, Tschechien, Deutschland, Österreich
 
In Europa Turmalin-Fundstellen auf Elba/Italien und in der Schweiz (Tessin). Rosa, intensives Rot und Grün sind die meist gefragten Farben. Verwendung mit verschiedenen Schliffarten.
Durch Erhitzen auf 450-650'C ist bei einigen Turmalinen Farbänderung möglich. Grüne Steine erhalten Smaragdfarbe, rötlichbraune ein leuchtendes Rot, andere werden aufgehellt. Durch Gammastrahlung umgefärbte Turmaline sind nicht farbbeständig. Synthetische Turmaline nur für Forschungszwecke.
Verwechslungsmöglichkeit mit: Demantoid, Peridot, Smaragd, Citrin, Amethyst, Zirkon, Andalusit, Topas, synth. Spinell, Glas
QUELLE: Software "Diamond - Die Gemmologische Datenbank
http://www.deutsch.ch/diamond